Palmsonntag, 14. April 2019

Jesus steigt nach Jerusalem hinauf – geographisch: Der See Genezareth liegt ca. 200 m unter, Jerusalem 700 m über dem Meeresspiegel. Aber eigentlich ist es ein „Hinauf“ und „Hinüber“ zum Vater.

Jesus schickt zwei Jünger sich voraus in die Stadt: „Wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselsfohlen angebunden finden, auf dem noch niemand gesessen hat.“ (Lk 19,31; Mk 11,3)

Auf diesem reitet Jesus in die hl. Stadt ein; eine prophetische Zeichenhandlung!

Jesus spielt an auf Sach 9,9 – Mt und Joh zitieren den Text – : „Freue dich, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und reitet auf einer Eselin, dem Jungen eines Lasttieres!“

Die römischen Kaiser und der römische Feldherr reiten auf Pferden. Das Pferd war Symbol der Macht, der Herrschaft. Jesus reitet auf einem Esel, dem Reittier der Armen, außerdem ist der Esel geliehen.

Zugleich aber ist die Szene Anspielung auf die Inthronisation des Königs Salomo. Er reitet auf dem Maulesel seines Vaters David zur Gichon-Quelle und wird dort  zum König gesalbt (1 Kg 1,33).

Die Leute jubeln Jesus zu als Messias-könig. Von dem heißt es im Propheten Sacharja: „Er ist sanftmütig …“ und „Er gebietet Frieden…“ (Sach 9,10)

Christus offenbart sich als König des Friedens, der Armen, der „Sanftmütigen“. Einmal nur sagt Jesus: „Lernet von mir!“ Was sollen wir lernen?

„Ich bin sanftmütig und demütig…“ (Mt 11,29) „Selig die Sanftmütigen…!“ (Mt 5,5)

Herzliche Sonntagsgrüße
Peter Krischer, Pfarrvikar

Gottesdienste heute

Gottesdienste der nächsten 4 Wochen in unseren Gemeinden finden Sie hier.