12. Sonntag im Jahreskreis, 25. Juni 2017


Am vergangenen Freitag war das Herz Jesu Fest. Dazu einige Gedanken.

  1. Das Wort „Herz“ steht in unserer Sprache für den Menschen selbst! „von Herzen“, „halbherzig“ – bis hin zu „herzlos“.
  2. Auch im Alten Testament vertritt das Wort „Herz“ den ganzen Menschen, auch sein Denken und Wollen, z. B. „Die Gedanken des Menschenherzens sind böse…“ (Gen 6, 5) usw.
  3. Vom Herzen Gottes ist selten die Rede. David war „ein Mann nach dem Herzen Gottes“. Beachtlich: „Nicht von Herzen bestraft er (Gott).“

Zwei Worte aus dem Propheten führen uns zum Neuen Testament hinüber!

  • Hos 11, 8: Gott spricht:
    „Wie könnte ich dich preisgeben Efraim, wie von dir lassen Israel!
    Mein Herz kehrt sich um in mir …es regt sich mein Mitleid.
    Ich will meinen glühenden Zorn nicht vollstrecken!
    Denn Gott bin ich, nicht Mensch heilig in deiner Mitte!“

    Gottes Gott-sein ist sein Erbarmen. Seine Heiligkeit ist Mitleid!

  • Jer 31, 20:
    „Ist nicht Efraim mein teurer Sohn… Mein Herz stürmt ihm entgegen, ich muss    mich seiner erbarmen, spricht der Herr“
    Man denkt an das Gleichnis vom barmherzigen Vater, der seinem Sohn entgegenläuft. Gott hat ein Herz für mich!

4. Gott selbst tritt in unsere Welt. Nun ist Gottes Herz dieses Menschenherz, das Herz Jesu. Einmal spricht er (Jesus) von seinem Herzen: „Ich bin sanftmütig und demütig von Herzen…(Mt 11, 29)

Dieses Herz lässt sich für mich durchbohren. Das durchbohrte Herz Jesu ist Offenbarung des Erbarmens und der Liebe Gottes.

Herzliche Sonntagsgrüße
Peter Krischer, Subsidiar

Gottesdienste heute

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Lied des Monats Juni

GL Nr. 435
„Herr, ich bin dein Eigentum“