13. Sonntag im Jahreskreis, 26. Juni 2016


Liebe Gemeinden!

Die Worte Jesu über die Nachfolge sind ungeheuer anspruchsvoll – wir hörten davon im Evangelium des vergangenen Sonntags. Immer wieder bringt Jesus den Begeisterten die Schwere der Nachfolge dadurch zu Bewusstsein, dass er sie geradezu abschreckt. Davon spricht das Evangelium des heutigen Sonntags.

1. Da ist einer, der bietet sich an: „Ich will dir folgen, wohin immer du gehst!“ (Lk 9, 57) „Da antwortete Jesus: Die Füchse haben Höhlen, die Vögel des Himmels Nester, der Menschensohn hat nichts, wohin er sein Haupt legen kann“ (v. 58). Nachfolge heißt Heimatlosigkeit, Hauslosigkeit. Bedenke, was du tust!

2. Ein anderer will, bevor er dem Ruf Folge leistet, „hingehen und seinen Vater begraben. Jesus sagt: „Lass die Toten die Toten begraben! Du …verkündige das Reich Gottes!“ (v. 60). Ein äußerst anstößiges Wort: Es ist Kindespflicht (4. Gebot!), die Eltern zu bestatten. Aber der Ruf in die Nachfolge duldet keinen Aufschub. Außerhalb des Reiches Gottes gibt es nur Tote und Tod!

 

3. Auch der Abschied von der Familie wird versagt: „Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückschaut, ist nicht tauglich für das Reich Gottes“(v. 62). Der Pflüger musste mit der einen Hand den Pflug bedienen, mit der anderen den meist störrischen Ochsen antreiben. Wenn er zurückschaute, wurden die Furchen schief!

Dies alles sagt: Bedenke, was du tust. Entscheide dich ganz – aber für den Ruf Christi und für das Reich Gottes!

Herzliche Sonntagsgrüße
Peter Krischer, Pfarrvikar

Lied des Monats Juni

GL 188 „Nimm, o Gott, die Gaben, die wir bringen“