28. Sonntag im Jahreskreis, 13. Oktober 2019

„Dein Glaube hat Dich gerettet.“ Mit diesen Worten endet das Evangelium des heutigen Sonntags. Jesus spricht sie zu einem der zehn von ihm geheilten Aussätzigen, nachdem dieser umgekehrt war, um Gott zu danken. Was meinen diese Worte? Wäre es nicht passender gewesen, sie unmittelbar nach der Heilung zu sprechen?

Aber dieser eine Geheilte hat viel mehr erfahren als eine körperliche Gesundung. Er hat seine Heilung erkannt als Tat Gottes an ihm, und ihm geht auf: in diesem Jesus hat Gott selbst an mir gehandelt.

Unsere Welt bietet uns viel Gutes und Schönes. Wir können dies alles konsumieren, genießen, „mitnehmen“. Aber allein der Glaube lässt uns die Tiefendimension von all dem entdecken: All das Wunderbare und Herrliche sind Liebesbotschaften Gottes an uns. Solange ich dies nicht begreife, entschlüssele ich die Wirklichkeit nicht.

Dankbarkeit – das Nachdenken darüber, woher das Gute und Schöne kommt – kann somit ein Schlüssel sein, um das zu entdecken, was hinter und in allem steht: Gott selbst.

Es könnte eine konkrete Aufgabe für uns in der kommenden Woche sein: Auf die Suche zu gehen und Gottes Botschaft an uns in der Schöpfung, in den Begegnungen mit anderen und in den Erlebnissen des Alltages zu verstehen!

Aber das Evangelium führt uns noch weiter. Der Geheilte erkennt: Die endgültige Liebesbotschaft an uns ist Jesus Christus selbst – Aufforderung an uns, solange nach diesem Jesus zu suchen in der Bibel, in den Sakramenten, im Gebet usw. bis ich sozusagen von selbst vor ihm niederfalle und Gott mit lauter Stimme lobe, weil ich erkenne: ER macht mich gesund, heil und herrlich.

Ihr Pastor O. Dregger

Gottesdienste heute