2. Adventssonntag, 10. Dezember 2017 


Zum 2. Adventssonntag

Die Zeit des Advents ist für viele eine Zeit der Erinnerung. Oft höre ich in diesen Tagen, wie Menschen davon erzählen, wie sie z. B. als Kinder die Vorweihnachtszeit erlebt haben.

Auch das Evangelium dieses Sonntages schildert uns eine Situation, die aufgeladen ist mit Erinnerungen: Erinnerung an den Propheten Jesaja, dessen Verheißung sich im Auftreten des Täufers erfüllt; Erinnerung an den Propheten Elija durch den Ledergurt, den Johannes um die Hüften trägt; Erinnerung an die Zeit, zu der Gott seinem Volk ganz nahe war, als ER sein Volk durch die Wüste führte, in die nun wieder die Menschen strömen, um den Vorläufer zu hören – gute Erinnerungen.

Und doch hebt schon das Neue an. Was in der Vergangenheit geschah, was die Propheten nur ankündigten, das soll sich nun im Kommen Christi erfüllen. Die Erinnerungen sind gleichsam das Fundament für eine neue größere Wirklichkeit.

Es ist manchmal gar nicht so leicht, sich gut auf Weihnachten vorzubereiten. Nicht nur, weil wir so gestresst sind, sondern auch, weil wir mitunter nicht wissen, wie wir diesen Jesus suchen und ihm den Weg zu uns bereiten sollen. Vielleicht hilft es, dass auch wir uns zunächst an die Augenblicke erinnern, in denen unser Glaube besonders lebendig und Christi Nähe für uns intensiv spürbar war. Welche Augenblicke und Lebensphasen sind das für Sie?

Kehren Sie zu diesen Erfahrungen in Ihrem Herzen ruhig einmal zurück und knüpfen Sie daran an: sie sind Vorläufer für die neue und größere Art, wie Ihnen Jesus jetzt begegnen will.

Herzliche Sonntagsgrüße
Ihr Pastor O. Dregger

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